Concert Recensie
... Da gab es mit "Orange Blossoms in Summertime" klassische Jazznummern, aber auch
karibische
Hurrikans wie "The Wizard". Zu Beginn dieser Nummer stimmten Percussions und Bass auf den
sich anbahnenden Sturm ein und ehe man sich versah, spielten sich Yuchi Córdoba und Etienne
Nillesen in einen wahren Rausch. Das Duell zwischen Drums und Percussions war ein Feuerwerk
der Spielfreude zweier Vollblutmusiker, das die anderen so mitzog, dass der Bass mit Cord
Heineking zu tanzen begann.
Auch wenn in den meisten Nummern das Piano mit seinen hellen Tönen im Vordergrund stand, so
war der heimliche Star Yuchi Córdoba, der neben seinen Bongos mit einer Vielzahl weiterer
Instrumente mehr als nur den Hintergrundpart verdient hatte.
Mit poetischen und frechen Texten
Der Star im Rampenlicht war die Sängerin Léah Kline. Die Amerikanerin machte mit ihrer
Ausstrahlung und der Perfektion in Ausdruck und Stimme den Abend zu einem Genuss. Sie sang
nicht nur davon, sie war "The Voice". Blindes Verstehen demonstrierten sie und Dirk Balthaus nicht nur in der Darbietung, sondern auch in der Entstehung der Musik. Léah Kline ist es, die diese wunderbar poetischen und frech daherkommenden Texte zauberte, die einen bei allem Spaß am Rhythmus immer wieder zum konzentrierten Zuhören verleiteten.
Schade nur, dass viele Jazzfreunde dieses Konzert offensichtlich unterschätzt hatten - solch
hochwertige internationale Livemusik gibt es nicht alle Tage direkt vor der Haustür.
© Dewezet 24. Februar 2008 15:48


